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Italien Toskana 2004 • Montaione/Pian della Casa
 
Es ist heiß, sehr heiß für diese Jahreszeit. Das Thermometer zeigt ganze 25° C an. Von der Anreise etwas geschafft, räumen wir erst einmal das Auto aus, füttern Lukas und kochen uns einen Kaffee, den wir gemütlich auf der Terrasse trinken. Es ist schon unglaublich, vor einem Jahr war Lukas noch nicht einmal auf der Welt, und jetzt sitzen wir mit ihm schon mitten im Herzen der Toskana.

Das Landgut Pian della Casa, auf dem wir eine Woche verbringen, liegt herrlich auf einer kleinen Anhöhe. Von allen Seiten her bietet sich uns ein Ausblick auf die typisch toskanische Landschaft. Direkt vor unserer Terrasse stehen Olivenbäume, der Wein wächst 50 Meter entfernt und ein kleiner Pinienwald, für die ruhigen Momente, liegt auch auf dem Landgut. Was will man mehr. Abends, als Lukas schon schläft, sitzen wir noch gemütlich, bei einer guten Flasche Chianti auf der Terrasse und erzählen von den bisherigen Erlebnissen unserer Tour.

Unser erster Tag in der Toskana, und Petrus meint es nicht gerade gut mit uns. Es regnet in Strömen. Was will man machen, mit Lukas wollten wir ohnehin den ersten Tag nicht gleich wieder im Auto verbringen. Also machen wir es uns in unserer geräumigen Ferienwohnung gemütlich bis der Regen aufhört. Am Nachmittag ist es dann soweit, das Wetter wird besser. Wir beschliessen die nahe Umgebung zu erkunden, Lukas kommt in seinen Kinderwagen - und los gehts. Egal in welche Richtung wir uns um das Landgut Pian della Casa bewegen, die Landschaft ist, wie man die Toskana aus Büchern oder Film und Fernsehen kennt. Weite Hänge mit Weinanbau, dazwischen immer wieder Plantagen mit unzähligen Olivenbäumen. Oben auf den Kuppen der Hügel stehen die Häuser, als ob sie schon immer da waren und ein Teil der Landschaft sind. Und das alles in den herrlichsten Herbstfarben die man sich nur vorstellen kann. Die Fotos bestätigen das. Was für ein gemütlicher Tag. Zurück in unserer Ferienwohnung, machen wir es uns richtig gemütlich. Lukas geht wie jeden Tag um 19.00 Uhr in sein Bett, und wir trinken erst einmal eine gute Flasche Chianti. Natürlich ist dieser aus der Toskana!

Unser zweiter Tag in der Toskana erblickt das Licht der Welt, heute wollen wir die 20 km entfernte Stadt San Gimignano erkunden. Gesagt getan, allerdings haben wir zu diesem Zeitpunkt schon lange bemerkt, das nicht wir, sondern Lukas bestimmt, wann wir fahren und was wir erleben. Es ist tatsächliche eine Umstellung mit Kind zu reisen, es ist kein Nachteil, aber einfach anders.

Nun zurück zu unserer Fahrt nach San Gimignano. Auf der Fahrt dort hin wissen wir alle drei noch nicht, was uns dort erwartet, ich hatte mich im voraus mit dieser Stadt einfach nicht auseinander gesetzt. Aus genau diesem Grund haute uns San Gimignano aus den Latschen. Ich habe schon viele Italienische Städte gesehen, aber San Gimignano gehört auf jeden Fall mit Abstand zu den Schönsten. Die Stadt gefällt uns so gut, das wir fast den halben Urlaub hier verbringen. Der Stadtkern mit seinen kleinen engen Gassen, den Cafés an den Ecken und Plätzen, den kleinen Läden mit kulinarischen Köstlichkeiten hat etwas ganz besonderes an sich. Hier fühlt man sich ins tiefste Italien versetzt - Urlaub pur! Eine Stadt zum verlieben, solltet Ihr also in der Nähe sein, müsst ihr diese kleine Stadt mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und den Geschlechtertürmen, die schon von weiten zu sehen sind, besuchen.

Na das hat ja gut geklappt, auch Lukas gefiel der Ausflug gut. Aus diesem Grund beschliessen wir, nach einem weiteren Ruhetag in der nahen Umgebung, die Stadt Siena zu besuchen.

Siena liegt ca. 50 km von Pian della Casa entfernt und ist viel bekannter als z.B. San Gimignano. Auch diese Stadt hat es verdient besucht zu werden, das Wahrzeichen der Stadt, der Platz "Il Campo" ist Italienische Baukunst vom Feinsten. Allerdings empfängt uns diese Stadt mit einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung. Der Parkplatz fürs Auto ist unser Problem, ich suche eine gute Stunde (wohl gemerkt mit einem 10 Monate alten Kind an Bord) händeringend nach einen Platz für unser Auto. Die Suche und das Durcheinander der Ausschilderung bringt mich derart in Rage, dass ich zu guter Letzt unser Auto einfach ins Halteverbot stelle... meine Worte "das ist mir jetzt scheiß egal... die werden unser Auto schon nicht abschleppen..."

Irgendwie wurde aus diesem Tag nichts mehr, unser Besuch in der Stadt ging nicht anders weiter, wie bisher die Suche nach einem Parkplatz. Bis zum Platz Il Campo laufen wir ewig, Lukas sind die vielen Leute um ihn herum zu viel und will einfach keine Ruhe mehr geben, also geben wir nach einer guten Stunde in Siena auf. Mittlerweile trage ich Lukas schon nur noch durch die Gegend, weil er im Kinderwagen einfach nicht mehr abhält. Ja, ihr habt schon richtig gelesen... ich habe meinen 10 kg schweren Sohn ca. 5 km zurück zum Auto getragen. Mir sind schon fast die Arme ausgefallen und Lukas hat nichts besseres zu tun, als mir auf die Schultern zuklopfen und mit italienischen Mädels zuflirten die hinter uns laufen... Von wem hat er das nur? An diesem Tag bin ich wirklich heil froh, als wir wieder am Tor unserer Unterkunft stehen.

Pian della Casa 2004 war unser erster richtiger Familienurlaub, er war schön - aber auch anstrengend. Den Rest unserer Woche haben wir gemütlich in San Gimignano und der näheren Umgebung verbracht. Wir genossen die Ruhe, die netten Menschen um uns herum, den guten Wein und eine Bilderbuch-Landschaft zum verlieben. Am 16.10.2004 verlassen wir die Toskana wieder in Richtung Südtirol, wo wir noch einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Die Toskana, insbesondere Pian della Casa und seine Menschen wird uns in naher Zukunft sicherlich wieder begrüßen dürfen. Bis dahin - Azzurro...

Was ich allen Toskana Reisenden empfehlen kann, ist die Anlage Pian della Casa. Wie es dort aussieht, seht Ihr in der Fotogalerie. Die Anschrift von Pian della Casa findet ihr unter Infos!

 
© Jörg Jahn • post@world-pictures.de