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USA • Florida 2010
 

Anreise

Der Sommer ist vorbei, der Flurfunk ist auf Urlaub gestellt. Alle berichten wie schön es dieses Jahr unter der Sonne des Südens war. Nur wir nicht, wir müssen uns noch ein paar Tage gedulden bis es Anfang Oktober endlich los geht. Stressig wie nie waren die letzten Tage vor unserer Abreise, so kam gar keine richtige Vorfreude auf.

Ruck zuck war dann doch da, unser letzter Arbeitstag. Kurz war er, denn bereits am frühen Nachmittag hatte ich einen Termin bei Europcar, um unser Auto für die Fahrt nach Frankfurt abzuholen. Ein VW T5 sollte es sein. Was für ein Hammer Bus, der geht ja ab wie Schnitzel denke ich mir die ersten Meter. Jetzt freue ich mich sogar auf die Fahrt zum Airport.

Daheim angekommen werden erst einmal die Koffer gepackt. Unter der Sonne Floridas braucht man nicht viel. Bei durchgehend 30° C genügt kurze Kleidung und eine Tube Sonnencreme. Nach 20 Minuten packen sitzen wir nun da und sind abfahrbereit. Was nun, fragen wir uns. Draußen vorm Haus steht doch noch der spritzige T5 denke mich mir, der ist doch nicht zum Spaß hier, der muss gefahren werden. Also entschließen wir uns noch einmal zu Mc Donalds zu fahren. Zum einen um uns auf das Fastfood Essen in Amerika einzustimmen und natürlich um den VW Bus warm zu fahren. Was für ein Spaß :-)!

Am nächsten Morgen kurz nach drei Uhr ist die Nacht vorbei. Es wird ernst, ein langer Tag steht uns bevor, es geht endlich los. Wie geplant sind wir wenige Minuten nach vier Uhr bei meinen Eltern, auch hier ist alles startklar, die Koffer werden geladen und es geht weiter nach Hof um die Eltern meiner Freundin abzuholen. Wir sind komplett, nun greifen wir gemeinsam die Fahrt nach Frankfurt an. Welche sich als total problemlos heraus stellen wird. Mit kaum Verkehr und Stau kommen wir wie geplant um 8.30 Uhr am Flughafen an. Geben das Auto ab und laufen Richtung Check-In der Fluggesellschaft Air Canada.

Das Einchecken gestaltet sich aufregend, denn auch für mich zum ersten mal, checken wir an einem PC ein. Wir sind somit für unsere Tickets selbst verantwortlich. Eine nette Dame hilft uns dabei, Gott sei Dank! Letztendlich klappt alles und wir sind unser schweres Gepäck endlich los.

Mit nur wenigen Minuten Verspätung heben wir mit unserer Maschine in Richtung Kanada ab. Das Wetter ist auf unserer Seite, wir haben eine super Sicht, Europa zeigt sich von seiner schönsten Seite. Zudem haben wir Sechs zwei Dreierreihen hintereinander am Fenster. Besser geht’s nicht.

Nach halber Flugzeit, trauen wir unseren Augen nicht, wir überfliegen bei blauem Himmel Grönland. Es bietet sich uns eine grandiose Aussicht, solch mächtige Gletscher habe selbst ich noch nicht gesehen. Viel mehr muss ich hier gar nicht schreiben, die Bilder sprechen für sich.

In Toronto angekommen, bekommen wir trotz aller Versprechen in Frankfurt, unser Gepäck noch einmal wieder. Uns wird im Flieger schon prophezeit, dass wir schnellst möglich umsteigen müssen. Wie die Wilden schießen wir mit einer Begleitperson über den Airport von Toronto (Kanada). Erhalten unser Gepäck noch einmal, werden ein weiteres mal kontrolliert und müssen durch die Migration der USA. Super denke ich mir, dann bleibt uns diese Prozedur wenigstens in Fort Myers erspart.

Genau so soll es kommen, pünktlich um 18 Uhr landen wir in Florida, steigen vom Flieger aus, holen unser Gepäck und marschieren ohne Kontrolle zu unserem Leihauto.

Der Kofferraum unseres USA Mietwagen Cadillac Escalade ist etwas klein geraten, somit müssen wir alle etwas näher zusammen rücken und zum Teil auch die Koffer auf die Beine nehmen, was bei gefühlten 35 C° nicht gerade angenehm ist. Schließlich kommen wir gerade aus dem kühlen Europa.

Nach 40 Minuten fahrt sind wir am Haus. Schon während dieser hat mich Florida wieder in seine Arme genommen. Mittlerweile muss ich sagen, liebe ich dieses Land. Ja, es hat mich infiziert, dass Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Letztendlich waren wir 22 Stunden unterwegs, das reicht nun aber auch. Wir haben es geschafft, unsere Anreise ist somit vorbei.

Villa Palm Place

In der Villa Palm Place angekommen, öffne ich die Tür. Meine Mitreisenden sind genau so begeistert wie ich bei meinem ersten Besuch im Jahr zuvor. Das großzügige Haus hat einen unbeschreiblichen Charme, man betritt die Villa und fühlt sich wohl. Man möchte fast sagen wir sind angekommen, wir sind daheim.

Fix und fertig mit der Welt geht es nach einer kurzen Rundtour durch die Villa über die Straße zu Wal-Mart. Schließlich brauchen wir was Gescheites zum trinken und etwas zwischen die Zähne. Gut mit Buddweiser Bier bestückt und leckerer Pizza aus der Pizzeria um die Ecke geht es auf die Terrasse des Hauses. Vor dem beleuchteten Pool bei noch immer angenehmen 25 C° feiern wir unsere Ankunft. Ach, ist es schön wieder hier zu sein, denke ich mir. Nun freue ich mich auf einen super schönen Aufenthalt im Sunshine State Florida. Tot müde fallen wir alle ins Bett.

Unser erster Tag in den USA erblickt das Licht der Welt. Heute haben wir uns gar nichts vorgenommen, wir strecken die Beine aus und tun einfach nichts. Nichts, stimmt so nicht ganz. Wir kaufen nach den ersten Runden im Pool bei Puplix kräftig für´s Frühstück ein, brunchen den gefühlten ganzen Tag, trinken Champus im Pool, lassen das Bier laufen und dazu die Seele baumeln. Genau so und nicht anders muss Urlaub sein. Abends geht es dann, um unseren Hunger zu stillen, zur Fastfoodkette Hooters in Cape Coral. Schließlich ist ja das Auge mit. Wir genehmigen uns ein paar Chickenwings, ein kühles Budweiser,s sitzen draußen vorm Haus und verfolgen gespannt und lautstark das Baseball Spiel im Fernsehen. Keine Ahnung wer hier gerade gegen wen spielt bzw. gewinnt - es fühlt sich auf jeden Fall amerikanisch an. Neben uns auf der Straße blubbert entweder ein aufgebockter V8 Pickup vorbei oder eine Gruppe Harleyfahrer bahnt sich den Weg. Ahhh, ich liebe diesen Sound, ich will hier nicht mehr weg :-) !

Cape Coral - A Bird's Eye View



Den nächsten Tag verbringen wir nicht viel anders, mit der einzigen Ausnahmen, dass wir unser Abendessen in Rip-City zu uns nehmen. Barbecue Spareribs dürfen es diesmal sein, lecker, wenn wir so weiter machen, wiegen wir nach Florida gefühlte 10 Kg mehr. Was uns aber im Moment nichts ausmacht, schließlich haben wir ja Urlaub. Die letzten zwei Tage einfach mal nichts tun war genau der richtige Einstieg. Morgen früh steht dann unser erster Ausflug auf dem Programm. Wir fahren in die Everglades, Alligatoren gucken. Bei der Hitze, wird uns der Tag einiges abverlangen. Nur gut, dass wir die letzten beiden Tage unsere Seele haben baumeln lassen. Nun sind wir fit für eine neue Herausforderung.

Everglades City

Früh am Tag brechen wir auf in Richtung Süden. Gut eine Stunde Fahrt brauchen wir, bis uns Everglades City begrüßen darf. Wir haben einen Termin mit Captain Dougs, der uns mit seinem Airboat durch die Everglades fahren wird. Um 12.30 Uhr ist es dann soweit, unser Airboot Fahrer begrüßt uns, wir betreten das Boot und schon geht es los. Er wirft den Motor an und die Luft fängt an zu zittern. Mit einer unglaublichen Kraft, schiebt uns dieser Propeller voran. Lautstark fahren wir den Fluß entlang. Die Schutzkopfhörer interessieren mich noch wenig, erst einmal genieße ich den Sound und die Kraft des Motors. Yes, das ist Amerika, das ist „Big ist beautiful“! Langsam fahren wir in eine Bucht. Manatees soll es hier geben. Leise lassen wir uns treiben, nichts, einfach gar nichts ist zu sehen. Na, fängt ja schon mal gut an denke ich mir, hoffentlich sehen wir überhaupt noch ein Tier. Wie die Irren fahren wir weiter durch dicht bewachsenen Mangrovenwald. Unser Airboot wird immer schneller und immer lauter, nach wenigen Minuten halte es auch ich nicht mehr aus, Köpfhörer über die Ohren und gut ist es. Es ist ein unglaublich geiles Gefühl mit so einem Boot über das Wasser zu rasen. Fast wie beim Motorradfahren liegt man in der Kurve, ich will schneller und noch schneller fahren. Vor lauter Raserei hab ich schon fast vergessen weswegen wir eigentlich hier sind. Alligatoren beobachten ist ja unser Ziel.

Wir biegen um die nächste Kurve, werden langsamer, lassen uns um die Ecke treiben und da ist das gewünschte Tier. Ein mächtiger Alligatoren-Schädel ragt aus dem Wasser. Das ist ja ein Monster denke ich mir, als wir immer näher kommen. Wir sind keine 2 Meter von dem Alligator weg, als uns dicht am Mangrovenwald Waschbären begrüßen. Jetzt sind wir angekommen, Everglades, ihr habt uns vereinnahmt. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ins Wasser fallen möchte jetzt keiner mehr, der Alligator flößt einem Respekt ein, keiner von uns möchte sich mit dem Brocken anlegen. In diesem Moment spielen die Waschbären eine echte Nebenrolle, obwohl sie auch nett anzusehen sind.

Wir fahren weiter, gut eine Stunde soll die Tour gehen wurde uns berichtet. Nachdem wir uns dezent von unserem Alligator entfernt haben, dreht der Pilot wieder auf. Wir rasen wie die Irren weiter durch den Mangrovenwald, in immer wieder kehrenden Lichtungen drehen wir eine Ehrenrunde und springen über unsere eigenen Wellen. Wie geil ist das bitte. Per funk hat uns ein anderer Airboot-Pilot berichtet wo der nächste Alligator auf uns wartet. Langsam bewegen wir uns auf das Tier zu. Wir kommen dem Kopf des Alligators so nahe, dass wir ihn wohl in seiner Mittagsruhe stören. Als das Tier einen Zucker macht, bekommen wir es auch kurz mit der Angst zutun und fahren weiter. Die Stunde Everglades-Tour ging vorbei wie nichts. Wir können Captain Dougs in Everglades City mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen. Wer den Sunshine-State besucht, sollte sich dieses Stückchen Erde nicht entgehen lassen, das ist unser Tipp. Prädikat empfehlenswert!

CAPTAIN DOUG'S Airboat Tour - Full Speed



Den darauf folgenden Tag gönnen wir ein weiteres mal unserem Wohlbefinden. Wir verbringen den Tag am Pool, am Abend Grillen wir Steaks auf der Terrasse. Was für ein schöner Urlaubstag. Stress, machen wir uns gar keinen. Schließlich sind wir volle 14 Tage in Florida, das ist ausreichend um die Top-Ziele abzuhaken. Wir haben die Kraft getankt, die wir auch brauchen, denn morgen früh geht es zeitig 265 Meilen (430 km) nach Key West. Dem südlichsten Punkt der USA, dem Southern Moste Point (90 Miles to Cuba).

Key West

Wie geplant reiten wir früh am Tag in Richtung Süden. Unser Cadillac Escalade V8 mit 349 PS ist genau das richtige Auto für solch eine Tour. Wenn man mit 349 PS unterwegs ist, ist das Wort „Reiten“ genau die passende Wortwahl. Was für ein Hammer geiles Gefährt. Hab ich eigentlich schon erwähnt, das ich dieses Auto nie wieder her geben wollte, habe ich schon geschrieben, das ich tränen in den Augen hatte, als mir die Dame von der Autovermietung das Monster wieder weg nahm. Mit Händen und Füßen habe ich mich dagegen gewährt, aber alles half nichts. Das Auto ist in den USA geblieben, und ich bin brav wieder daheim. Heul!

So, nun wieder zurück nach Florida. Wir befinden uns auf der Fahrt nach Key West. Kubanischer Flair wird dem südlichsten Zipfel der USA nachgesagt, wir sind gespannt was uns erwartet. Einmal mehr brennt die Sonne gnadenlos, nur gut, dass wir ein Auto mit Klimaanlage haben. Die Straßen scheinen endlos, immer gerade aus geht es Meile um Meile. Wir sind froh, als wir das Festland verlassen, links und rechts das weite Meer sehen und von Insel zu Insel hüpfen. Es ist schon beachtlich was sich die Amerikaner hier geschaffen haben. Entlang der gesamten Küste findet man eine Villa neben der anderen. Alle mit Bootsanleger. Ein Paradies, wo letztendlich einmal im Jahr die Erde bebt, wenn Hurrikan Saison ist und alles ums nackte überleben rennt. Trotz alle dem ist es traumhaft schön hier, Karibikflair gepaart mit westlichem Standart, das ist für mich Florida, das ist für mich Key West.

Am frühen Nachmittag erreichen wir das Zentrum von Key West. Ein Hotel zum übernachten, unweit aller Sehenswürdigkeiten ist schnell gefunden. Eine Heimfahrt am gleichen Tag ist unmöglich, dafür sind wir zu weit von unserer Villa weg. Wir checken ein, bringen unser Gepäck aufs Zimmer und stürzen uns ins Getümmel. Shoppen ist angesagt, ein Mitbringsel aus den USA, für die weiße Wand daheim wird gesucht. Wir laufen die Einkaufsmeile entlang, Palmen und Südstaatenhäuser säumen den Weg. Man fühlt sich hier wohl, merkt den lockeren Umgang und möchte noch mehr in diesen warmherzigen Flair eintauchen. Die beste Adresse in der Stadt ist die weltberühmte Sloppy Joes Bar. Hemingway ging hier ein und aus, auch aus diesem Grund besitzt die Bar Weltruhm. Bevor wir hier zu späterer Stunde bei Country Live-Musik unser Bierchen zischen, machen wir uns auf in Richtung Uferpromenade. Hier soll es den schönsten Sonnenuntergang der USA geben. Wir sind gespannt. Nachdem wir unseren Aussichtsplatz gefunden haben. Geht es noch einmal Richtung Stadt, schließlich muss das Mitbringsel noch gefunden werden. Nach nur wenigen Minuten Suche halte ich es in Händen, was es genau ist, wird nicht verraten :-)!

Pünktlich zum Sonnenuntergang sitzen wir alle zusammen bei Gitarrenmusik von Simon and Garfunkel den Beatles oder Rolling Stones am Ufer. Der Musiker hinter uns ist richtig gut. Einen Dollar von mir ist ihm sicher, Gänsehautfeeling kommt auf. Die Sonne verschwindet am Horizont, erst ist alles ruhig, dann wird es laut, die letzten Sonnenstrahlen schieben sich über den Golf von Mexiko. Die Menge tobt, das Naturschauspiel wird beklatscht. Sprachlos sitzen wir noch immer an unserem Platzt. Was für ein Geschenk, einen solchen Moment erleben zu dürfen. Ich bin zutiefst gerührt.

Einige Zeit später sitzen wir in der Bar von Sloppy Joe. Wir trinken ein paar Bierchen, lauschen der Country Musik und lassen den Tag in Gedanken revue passieren. Es ist schön hier zu sein, Key West werde ich in meinen Gedanken immer fest halten. Ein Tag, den ich als alter Globetrotter nicht vergessen werde.

Miami

Am nächsten Morgen geht es wieder in Richtung Villa Palm Place. Wir könnten direkt nach Cape Coral fahren und die Füße hoch legen. Aber ohne uns, wir sind in Florida um was zu erleben. MIAMI, wir kommen! Unser Ziel ist der Miami-Beach, ich hab gehört Pamela Anderson ist gerade dort ;-)! Endlose Meilen fahren wir die südlichste Inselkette der USA wieder hoch. Am Nachmittag nähern wir uns der Stadt der Träume. Die Straßen werden immer breiter, bis wir uns letztendlich auf einem 16 spurigem Highway befinden. Wahnsinn, die Straße ist voll und das auf 16 Spuren. Man muss es gesehen haben, sonst glaubt man es nicht. Wir fahren über eine letzte Kuppe und da ist sie, die Skyline von Miami. Unglaublich viel Glas, unglaublich große Gebäude. Kreuzfahrtschiffe von gigantischem Ausmaß liegen für die Abfahrt in die Karibik im Hafen und Ferraris überholen einen links und rechts. Verdammt, ich komme mir in meinem Escalade glatt ein wenig schäbig vor ;-)!

Den Miami Beach gefunden, parken wir und laufen zum Strand. Köstlich, wie im Fernsehen ist es hier. Irgend welche Rapper biegen lautstark im Rolls Royce Cabrio um und Ecke und gucken den Mädels auf den Hintern. Die Cap leicht schräg auf dem Kopf darf dabei natürlich nicht fehlen. Geld scheint hier keine Rolle zu spielen, denn bereits der nächste Ferrari zischt heulend an mir vorbei.

Am Strand angekommen, muss der Atlantik unsere Füße kühlen. Kleine nette Hintern wackeln den Strand rauf und runter, wie in Gottes Namen soll man sich denn hier auf die Stadt konzentrieren. Nun gut, wir machen noch ein paar Fotos, genießen den Moment, bemerken das Pamela Anderson eh nicht auf ihrem Posten steht und beschließen somit unsere Heimreise. Es dauert eine weile, bis uns die Millionen-Metropole Miami wieder frei gibt. Letztendlich ist es der 16 Spuren-Highway der uns befreien.

Am späten Abend erreichen wir die Villa Palm Place. Erschöpft aber überglücklich mit den Erlebnissen im Gepäck fallen wir ins Bett. So und nicht anders soll es weiter gehen. Die erste Woche ist so gut wie vorbei, wir beschließen das Wochenende in der Villa zu verbringen, um in der zweiten Woche gut erholt den Norden Floridas anzugehen.

Villa Palm Place

Samstag, Sonntag verbringen wir wie geplant im Haus. Sanibel Island besuchen wir an diesem Wochenende bereits das zweite mal. Die Insel hat es uns angetan. Kilometer langer Sandstrand, Palmen, Pelikane und viele andere Tieren machen einen Besuch zum Erlebnis. Einmal sogar kommen wir Abends auf die Insel. Bewaffnet mit Subway Baguettes und Buttweiser-Bier genießen wir den Sonnenuntergang bei einem Picknick am Strand. Das war klasse. Cape Coral, Fort Myers und Fort Myers Beach werden an freien Tagen ebenfalls unsicher gemacht. Alleine das Umland von Cape Coral und Fort Myers macht eine Florida Reise lohnenswert, bei meinem Aufenthalt 2009 hab ich letztendlich auch nicht mehr gesehen und war begeistert.

Sea World - Orlando

Dienstag früh, 6.30 Uhr sitzen wir alle startbereit im Escalade um den Norden Floridas zu erkunden. Orlando Sea World ist unser erstes Ziel. 165 Meilen (264 km) sind es bis dort hin. Für amerikanische Verhältnisse ist das gleich um die Ecke. Punkt 10 Uhr stehen wir am Parkplatz. Es ist kaum etwas los, sollten wir Glück haben und einen guten Tag erwischen. Der Parkplatz ist gigantisch. Tipp von mir, merkt euch bei einem Besuch ganz genau wo euer Auto steht, dazu aber später mehr.

Nach einer kurzen Kontrolle stehen wir mitten in einem der bekanntesten Freizeitparks der Welt. Etwas desorientiert verweilen wir am Eingang, wo genau müssen wir denn eigentlich hin. An der Kasse wurde uns ein Plan ausgehändigt, diesen brauchen wir. Der Park hat gigantische Ausmaße. Nach wenigen Minuten haben wir uns sortiert, los gehts wir brechen auf in Richtung Delphine-Becken.

Dort angekommen, findet bereits eine Fütterung statt. Für 7 US$ hat man hier die Möglichkeit die Meeressäuger zu füttern und zu streicheln. Klasse, wir heben uns dieses Event für später auf und gehen weiter. Den ganzen Tag kommen wir aus dem Staunen nicht heraus, Manatees, Haie, Rochen, Alligatoren, Wale, Eisbären in der Arktis, Riesenschildkröten, Seelöwen, Seeelefanten, Pinguine, Papageientaucher und viele viele Tiere mehr faszinieren uns. Gekommen sind wir eigentlich wegen der Orka-Show. Diese findet zur Zeit aber leider nicht statt. Nachwuchs hat sich eingestellt. Alleine die Orka-Familie schwimmen zu sehen, hat uns schon beeindruckt. Entschädigt hat uns dann letztendlich die Delphin-Show. Unvoreingenommen und ohne Erwartungen sind wir in diese Vorstellung gegangen. Heraus gekommen sind wir gerührt von einer für uns noch nicht da gewesenen darbietung. Seht euch die Bilder und das Video an, die Show war gigantisch.

Sea World Orlando - Blue Horizons Dolphin Theater

Am späten Nachmittag starten wir in Richtung Arktis durch. Nach einer kurzen Filmvorführung über eine verlassene Arktisstation verlassen wir das Kino und glauben es nicht. Wir befinden uns in mitten der eben im Kino gezeigten Station. Funksprüche sind durch die Lautsprecher zu hören. Signallampen zeigen an, das wie im Film etwas schief gelaufen ist. Rauf und runter müssen wir durch die Station bis wir an ein Loch kommen. Hier muss das fatale Leck in der Station sein. Wir wagen uns durch und befinden uns wahrhaftig in der Arktis. Ein unglaublich großer Raum mit projizierten Arktis-Himmel gibt uns das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Vor uns ein Eisbär, in mitten alter Teile der Station liegt er, daneben ein Becken mit Belugas, einen Raum weiter, treffen wir auf See-Elefanten. Wir sind überwältigt und vergessen für einen Moment das wir im heißen Florida sind. Ein großes Lob an die Macher. Geld hat hier wohl keine Rolle gespielt.

Am Ende des Tages wird es fast knapp, kurz bevor der Park schließt, füttern wir noch die Delphine und sehen uns SeaWorld von oben an. Eine UFO ähnliche Scheibe bringt uns auf gefühlte 100 Meter Höhe um uns noch einmal einen Überblick über das Areal zu verschaffen. Selbst die Wolkenkratzer von Orlando sind aus der Ferne zu sehen. SeaWorld ist eine Reise wert. Wer ausschließlich wegen der Tiere kommt, braucht nicht länger als einen Tag. Wer zudem auch noch die Achterbahnen genießen will, muss schon zwei Tage einplanen.

Auf ca. 17.30 Uhr verlassen wir den Park. Am Parkplatz angekommen, bietet sich uns eine ganz besondere Belustigung. Komplett verwirrte Autofahrer suchen auf der riesigen Abstellfläche ihre Autos. Jeder Zweite läuft mit erhobener Hand über die Parkfläche, drückt wie verrückt auf seinem Autoschlüssel herum, um in der Ferne sein Auto blinkend oder hupend zu erhaschen. Köstlich, genau so hab ich mir das vorgestellt. Also, bei einem Besuch unbedingt Parkplatznummer merken.

Kennedy Space Center - Cape Canaveral

Morgen steht das nahe gelegene Kennedy Space Center auf dem Programm. Gut eine Stunde Fahrt ist es noch bis dort hin. Wir suchen uns ein nettes Hotel in der Nähe des Visitor Complexes und verbringen den Abend gemütlich in einem Steakhouse. Gute Nacht!

Am nächsten Morgen, wie soll es auch anders sein, begrüßt uns die sonne Floridas mit angenehmen Temperaturen. Keine 10 Minuten fahren wir mit dem Auto zum Kennedy Space Center. Am Eingang begrüßen uns schon zwei Trägerraketen mit Treibstofftank. Meine Güte, ist den in den USA alles drei mal so groß wie bei uns daheim. Bei allem was wir an diesem Tag sehen und erleben, es fehlt an Vorstellungsvermögen, dass diese gigantischen Türme wirklich fliegen können. Den Beweis seht ihr gleich hier. Wir sind mit dem Bus raus zu den Startrampen gefahren, haben die Discovery in Startposition gesehen, einen Apollo Start in der alten Schaltzentrale erlebt, einen Shuttle Start im Simulator mit gemacht und waren im I-MAX 3D Kino, um das Leben in der ISS Station zu erfahren. Das alles war unbeschreiblich, aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen hier diese Videos einzubauen. Ansonsten glaubt man das eh nicht.

Apollo 11 Launch at the Apollo/Saturn V Center, Kennedy Space Center



Space Shuttle Launch Experience, Kennedy Space Center



The End

Am Abend fahren wir wieder in Richtung Cape Coral. Im Auto ist es still, jeder für sich verarbeitet das Erlebte. Es wird einige Tage dauern, bis wir diese vielen Eindrücke sortiert haben. Wir gönnen uns noch zwei freie Tage in der Villa, fahren noch einmal nach Sanibel Island zum Baden, Grillen auf der Terrasse und machen den Pool unsicher. Diese Tage waren wichtig, noch einmal haben wir die Seele baumeln lassen, noch einmal haben wir den Herrgott eine guten Mann sein lassen, bis es am Samstag den 16.10.2010 heißt, wir müssen Abschied nehmen. Um die Mittagszeit brechen wir auf, Abends sind wir auf einen kurzen Zwischenstopp in New York und am nächsten Morgen bereits in Frankfurt.

Eine schöne und ereignisreiche Reise ist zu Ende. Voller Vorfreude auf einen weiteren Besuch in Florida, halte ich die USA in schöner Erinnerung. Florida, wir sehen uns wieder!

God Bless the U.S.A. by Lee Greenwood (Live in 1985)

 
 
© Jörg Jahn • post@world-pictures.de