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Zu Fuß über die Alpen 2005 • Von Bozen nach Trient
 
       
Anreise - Bozen - Seilbahn - Bauernkohlern (1.150 m) - Hotel

Das sind sie also, meine sechs Begleiter denke ich mir so, als Hans Jörg unser Bergführer vom OASE-ALPIN Center die Karten für die Seilbahnfahrt kauft. Es ist immer wieder interessant neue Menschen auf diesen Touren kennen zu lernen, man bekommt im Laufe der Tage einen kleinen Einblick in ihr Leben - und alleine das macht eine solche Woche schon interessant. Schließlich hat man ja beim dahin wandern genügend Zeit sich zu unterhalten. Aber noch sind wir ganz am Anfang.

5 Min. dauert es noch, teilt uns der Seilbahnmeister mit, dann ist es soweit, wir fahren die ersten Meter nach oben. Schon nach wenigen Minuten können wir einen herrlichen Rundumblick über Bozen genießen. Oben angekommen, sind wir in einer anderen Welt. Den ganzen Tag habe ich im Getümmel unter vielen Menschen in der Stadt verbracht und jetzt sind wir hier einsam und alleine. Welch ein Kontrast.

Nur wenige Meter von der Seilbahn entfernt befindet sich ein großer Aussichtsturm aus Holz. Dieser wird auch gleich erklommen. Ohne Worte stehen wir die ersten Minuten dort oben. Jeder genießt für sich diese gewaltige Aussicht. Rechts von uns präsentiert sich der Schlern und Rosengarten in voller Pracht. Die ersten Blicke richten sich über das Bozener Land - und da ist sie schon, die Frage, die uns eine Woche lang begleiten wird: "wo ist er - der Ortler?". Ist er das, oder nicht - diese Frage beschäftigt bis heute Itzeho und dem Rest der Menschheit...

Von hier oben aus sehen wir auch schon unser Tagesziel. Nur ein paar Schritte vom Turm weg liegt unser Hotel. Doch, sieht schon sehr vielversprechend aus.

Dort angekommen werden auch gleich die Zimmer verteilt. Ich werde die kommende Nacht, genauso wie die gesamte folgende Woche, mit unseren Bergführer Hans Jörg in einem Zimmer verbringen. Ich kann mich nicht beschweren, ein Schnarcher ist er nicht.

Wir verbringen alle zusammen noch unterhaltsame Stunden auf der sonnigen Terrasse, genießen ein sehr reichhaltiges, wirklich gutes Abendessen und einen lustigen Abend. Wir gehen nicht all zu spät ins Bett, schließlich sind wir ja alle gespannt was am nächsten Tag auf uns zukommt - und fit sein wollen wir ja auch.

       
600 m 100 m
Deutschnofen - Kloster Maria Weißenstein - Schmiederalm (1.680 m)
Gehzeit ca. 5 Std.
Heute ist es endlich soweit, die Bergschuhe sitzen am Fuß und wir sind alle zusammen auf dem Weg nach Trient. Bei wolkenlos blauem Himmel gehen wir die ersten Meter. Nach schon wenigen Minuten genießen wir den letzten Blick auf die Ortschaft Bauernkohlern. Ein paar wenige Häuser liegen verstreut auf einer Anhöhe. Herrlich, wer hier ein Haus besitzt kann sich glücklich schätzen.

Durch dichten Wald laufen wir zielgerichtet auf Deutschnofen zu. Immer wieder queren wir große Lichtungen, wunderschöne Blumenwiesen, begleitet von einer großartigen Aussicht auf die Dolomiten und das Südtiroler Land. Nach einer guten Stunde machen wir an einem einsam gelegenen Haus das erste Mal halt. Der Rosengarten, ein Gebirgsmassiv der Dolomiten liegt vor uns. Unter dem Punkt Fotogalerie findet Ihr ein Panoramafoto davon. Hier hätte ich länger bleiben können, aber es nützt ja nichts, wir müssen weiter.

Immer wieder diskutieren wir, welches Bergmassiv welchen Namen hat. Dabei kommen oft witzige Argumente auf. So einfach ist das nicht einmal die einzelnen Gipfel in der Ferne zu bestimmen, schließlich können wir bis zu den Zillertalern sehen.

Pünktlich wie die Maurer kommen wir um 12.00 Uhr in Deutschnofen an. Wir lassen uns direkt im Zentrum der Ortschaft auf der Sonnenterasse vom Gasthaus Stern nieder. Ich lasse mir eine Speckknödelsuppe schmecken - lecker! Eine gute Stunde verbringen wir hier, bis wir zu unserem nächsten Etappenziel dem Kloster Maria Weißenstein aufbrechen. Bis wir allerdings dort ankommen, müssen wir noch ein gutes Stück laufen. Entlang eines Kreuzweges geht es die letzten Meter hoch zum Etappenziel doch recht steil bergauf. Das Kloster ist ein mächtiger Bau, wie ihr auf den Fotos erkennen könnt. Um die ganze Anlage herum wird an diesem Tag ein großes Fest gefeiert. Eine Messe findet statt und hunderte Besucher sind gekommen. Auch wir machen Rast. Auf einer Terrasse lassen wir uns, bei einem guten Stück Torte und einem Kaffee, die Sonne auf den Bauch scheinen.

Die letzten Meter dieses Tages gehen wir über Almenwiesen immer weiter Richtung Schmieder Alm. Dort kommen wir auch am späten Nachmittag alle heil an. Die Zimmer werden verteilt, es wird geduscht und jeder gönnt sich ein paar gruppenfreie Minuten. Abends treffen wir uns alle zu einem gemütlichen Umtrunk in der guten Stube wieder.

Auch hier werden wir mit einem dreigänge Menü verwöhnt. Kugelrund vom vielen Essen, einem guten Südtiroler Glas Wein und viel Gesprächsstoff vom ersten Tag, verbringen wir den zweiten Abend. Schön wars...
       
850 m 650 m
Butterlochschlucht - Naturschutzgebiet Truderner Horn - Horn Alpe (1.750 m)
Gehzeit ca. 7 Std.

Richtig gut ausgeschlafen sitze ich früh am Morgen in der schönen Stube der Schmieder Alm und freue mich auf den dritten Tag meiner Tour. Nach einem reichhaltigen Frühstück geht's die ersten Kilometer durch dichten Wald, vorbei an Lehrtafeln immer Richtung Butterlochschlucht. Dieser Vormittag steht unter dem Aspekt der Weiterbildung. Am Wegesrand befinden sich interessante Schautafeln, die einem die Flora und Fauna der Region visuell und akustisch vermitteln. Drückt man z.B. einen Knopf mit einer Nummer der einen einheimischen Vogel auf der Tafel zugeordnet ist, so fängt dieser an zu zwitschern - sehr schön gemacht!

Nachdem wir den Biologie-Unterricht hinter uns gebracht haben, stehen wir vor dem Grand Canyon der Alpen - der Butterlochschlucht. Es ist schon unglaublich, was Mutter Natur hier in Millionen von Jahren erschaffen hat. Das kann man schwer in Worte fassen, seht euch einfach die Bilder in der Galerie an, die sagen mehr als tausend Worte. Wir steigen ein Stück in der Schlucht hinab, hier unten wird es noch deutlicher, was die beiden Künstler Wasser und Gestein hier zusammen erarbeitet haben.

Weiter auf unseren Pfad, immer in Richtung Trient, kommen wir langsam an den Punkt, wo jeder ein klein wenig Hunger verspürt. Rechtzeitig zur Mittagszeit kommen wir auch an einem Restaurant vorbei. Gemütlich lassen wir uns alle auf der Terrasse des Hauses nieder. Das innere unserer Bergschuhe verpflegen wir mit Frischluft, der Rucksack lehnt am Haus - ach, wie ist das schön - jetzt müssen wir nur noch bestellen.
Eine ältere Frau kommt auch schon um unsere Wünsche aufzunehmen. Gerichte gibt es nur zwei, erklärt sie uns. Eine Knödelsuppe kann Sie auch machen, dauert halt ein wenig - nun gut, macht ja nix - wir haben Zeit. Die ersten unserer Gruppe kommen nach wenigen Minuten von der Toilette zurück und melden Gefahr... was das genau heißt, könnt ihr euch denken... Lange Rede kurzer Sinn: Unsere bestellten Getränke haben wir nie bekommen, die Frau haben wir nach 20 Min. in der Küche beim Zwiebelschneiden für die Knödel erwischt und das war uns genug. Für die bereits verschnittenen Zwiebel haben wir die Frau entschädigt, uns für die nette Bewirtung bedankt und uns wieder auf Nahrungssuche gemacht. Was uns die Frau dennoch beschert hat, war eine witzige Geschichte, die uns eine Woche lang köstlich amüsiert hat. Zum Schluss hat mir die alte Frau richtig leid getan.

Um ca. 14.00 Uhr ist es endlich soweit, wir sitzen in Truden in einem wunderschönen Biergarten und genießen ein vorzügliches Essen. Noch immer müssen wir bei dem Gedanken an die Frau schmunzeln. Mit vollem Bauch greifen wir dann die letzte Hürde des Tages an. Wir müssen noch hoch zur Tudener Horn Alpe. Der Weg geht ganz schön bergan. Immer wieder gehen wir durch dichten Wald mit kleinen Lichtungen. Am späten Nachmittag haben wir es dann geschafft. Unsere Unterkunft für die nächste Nacht ist erreicht.

Die Horn Alpe liegt so herrlich schön, dass ihr euch die Bilder in der Fotogalerie unbedingt ansehen müsst. Hier stimmt einfach alles, angefangen vom Essen bis hin zum Schlafraum. Eine Traum Unterkunft zwischen Bozen und Trient.

       
150 m 600 m
Gfrill Salurner Klause - Lago Santo - Hotel Al Caminetto Garni
Gehzeit ca. 6 Std.

Heute ist es soweit, wir werden den deutschsprachigen Raum den "Rucksack" kehren. Vor uns liegt ein langer geschichtsträchtiger Weg. Im übrigen ward ihr schon einmal mit über 60 jährigen unterwegs, die sich für Geschichte interessieren? Junge, Junge - irgend was muss bei denen im Unterricht anders gelaufen sein. Ich schau mal ob ich es in den nächsten 35 Jahren schaffe, mir dieses Wissen ebenfalls anzueignen... Eine Chance sehe ich da allerdings nicht.

So, nun zurück zur Tour. Kilometer um Kilometer gehen wir ebenerdig dahin. Schließlich sind wir ja den Tag zuvor schon den Berg hochgehastet. Heute haben wir kaum Höhenmeter gut zu machen. Immer mit Sicht auf das Etschtal, laufen wir dahin. Wir genießen das Zwitschern der Vögel, die Ruhe im Wald, die grünen Wiesen, den blauen Himmel - ach wie ist das schön.

Wir laufen und laufen und irgend wie kommen wir immer weiter vom Etschtal weg. Die ersten Weggabelungen kommen ohne E5 Markierung. Nanu, schallt es aus der Gruppe, sind wir falsch? Nö - sind wir nicht... immer gerade aus. Dort oben war aber eine Abzweigung E5... nein, das kann nicht sein... wir müssen hier entlang... "Das wandern ist des Müllers Lust... das wandern ist"... Sagt mal, wir kommen ja immer weiter nach unten... stimmt das so...

Die ersten Zweifel kommen auf, letztendlich beschert uns ein Blick auf die Karte die ernüchternde Wahrheit. Wir haben uns verlaufen. Jetzt beginnt das große Rätselraten - wo haben wir den E5 verlassen, wo sind wir im Augenblick? In diesem Momenten, kommt in jedem Manne der "Jäger und Sammler" durch. Wahnsinn, jahrelange Erfahrungen bei den Pfadfindern, kommen jetzt auf den Tisch.

Wir alle zusammen kommen zu dem Entschluss, wir müssen zurück. Also gehen wir wieder Bergauf (logisch, vorher sind wir ja runter gelaufen). Hans-Jörg, unser Bergführer versteht die Welt nicht mehr, wie konnte das passieren. Er gibt sich wirklich enorme Mühe, um seine Schäfchen wieder auf den richtigen Pfad zu führen. Und hier muss man ihn wirklich mal loben, er sprintet Kilometer voraus, um nachzusehen ob der Weg stimmt, kommt dann zurück und rennt in die andere Richtung, um weiter zu suchen. Wir studieren in der Zwischenzeit die Karte und halten Ausschau nach einem Nachtquartier im Wald ;-)!


Nun gut, nach etwa zwei Stunden Expedition kreuz und quer im Wald sind wir wieder auf dem E5. Der Tag zieht sich durch unsere Exkursion natürlich etwas in die Länge. Schon etwas müde von der Tour kommen wir an dem lang ersehnten Lago Santo vorbei. Auf einer Terrasse, nahe dem See, trinken wir noch einen guten Kaffee, ruhen uns ein paar Minuten aus, bis wir dann zur letzten Etappe des Tages aufbrechen.

Nach einem langen Abstieg durch dichten Wald, haben wir dann endlich auch dieses Teilstück des E5 geschafft. Ab hier ist alles anders, wir sind in Italien. Auf den Fotos ist dies gut zu erkennen. Der Weinanbau an den Berghängen, die Architektur und die Menschen - alles ist einfach anders. Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich - diesen Übergang von Südtirol nach Italien muss man erlebt haben. Jetzt freue ich mich auf die kleinen Ortschaften mit seinen engen Gassen und einem ganz anderen Typ Mensch. Auf wiedersehen Südtirol - Willkommen Italien!

       
950 m 500 m
Cembratal - Segonzano (Erdpyramiden) - Redebus Pass - Palai - Hotel Lagoria Gehzeit ca. 6 Std.
An diesem wunderschönen Morgen, haben uns die Weinberge in die Arme genommen. So weit das Auge reicht sieht man nur Weinreben. Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung. Bisher bin ich nur in den klassischen Alpenregionen gewandert. Durch diesen südländischen Flair dieser Region zu laufen ist was ganz besonderes. Man fühlt sich gleich viel weiter weg von zuhause.

Immer die Erdpyramiden von Segonzano vor Augen gehen wir durch Weinberge stetig bergab. Die Weinlese hat bereits begonnen, die ersten Frauen und Männer sind mit ihren Tragen unterwegs. Wie schön und prall die Trauben sind, seht ihr in der Fotogalerie. Was wir gemütlich bergab gelaufen sind müssen wir natürlich wieder hinauf.


Wir wandern durch die kleinen Ortschaften der Region. Die engen Gassen sind einfach beeindruckend. Die Bewohner dieser Häuser leben ja schon fast aufeinander. Mir fehlen beim Beschreiben dieser Region schon fast die Worte. Ihr müsst euch das selbst ansehen.

Nach guten zwei bis drei Stunden Weg, kommen wir an den Erdpyramiden von Segonzano vorbei. Steine, die wie ein Dach auf Erdsäulen liegen, stehen hier nebeneinander. Der Regen fliest über die Steine hinweg und spült die Erde ins Tal - eine neue Pyramide ist geboren. Fällt der Stein irgendwann einmal von der Pyramide, ist diese zum Sterben verurteilt. Der Regen kann nun die Erde komplett mitnehmen. Doch, schon beeindruckend wie vielfältig die Natur hier ist.

Bis zur Mittagsstunde laufen wir über Wiesen, durch Wälder - immer wieder vorbei an ein paar einzelnen Häusern. Diese Tagesetappe ist die kürzeste der ganzen Tour. Der Tag ist erst halb vorbei und wir haben unseren Weg heute schon hinter uns.

Wir sitzen mit einem guten Speckbrötchen vor einem kleinen Laden und warten auf den Bus, der uns noch bis zum Hotel Lagorei bringt. Dort werden wir die kommende Nacht verbringen. Die Busfahrt dauert nicht sehr lange, nach ca. 20 Min. Fahrt sind wir bereits am Hotel.

Am Hotel werden wir von einem jungen Herrn empfangen. Dieser zeigt uns unsere Zimmer und das Haus. Den Rest der sonnigen Stunden verbringen wir im Garten und in der nahegelegenen Ortschaft.

Abends sitzen wir alleine in einem riesigen Speisesaal. Wir fragen uns, ob dieses Hotel für die Region hier, ums milde auszudrücken, nicht etwas überdimensioniert ist. Nun ja, nicht unser Problem. Wir bekommen auf jeden Fall ein vorzügliches Abendessen.

Nach hitzigen Diskussionen über unsere Politiker und die anstehende Kanzlerwahl in Deutschland gehen wir alle um ca. 22.30 Uhr ins Bett. Morgen steht unsere letzte Etappe an, es soll hoch hinaus gehen. Vom Balkon aus sieht man bereits einen Teil des Weges. Ich freu mich schon drauf, gute Nacht!
       
1300 m 1300 m
Hotel Lagorai - Alpine E5 Route mit Gipfelbesteigung - Hotel Alberco Aurora
Gehzeit ca. 8 Std.

Am letzten Tag wollen wir es noch einmal Wissen, heute steht uns eine schon fast hochalpine Tour bevor. Wir laufen den ganzen Tag auf einem luftigen Grad Richtung Hotel Alberco Aurora. Dort werden wir die letzte Nacht unserer E5 Tour verbringen.

Früh am Morgen werden wir die ersten Höhenmeter mit einem Jeep des Hausherrn gefahren. Das erspart uns gute drei Stunden Gehzeit. Ohne diese Hilfe auf vier Rädern wäre diese Tagesetappe wirklich zu lange.

Punkt 9.00 Uhr stehen wir dann alle am Berg und starten unsere letzte Etappe. Das Wetter meint es wieder einmal gut mit uns. Allerdings ist der Himmel nicht ganz so wolkenlos wie die letzten Tage. Langsam steigen wir Höhenmeter um Höhenmeter im Gänzemarsch nach oben. Wortlos geht es eine Stunde zu einer, herrlich an einem kleinen See gelegenen, Hütte. Wir beschließen hier kurz zu rasten. Man sagt uns gute fünf bis sechs Stunden benötigen wir für den Höhenweg, na da muss man sich vorab schon etwas stärken. Nach einer halben Stunde brechen wir dann wieder auf.

Das Wetter hat sich in der Zwischenzeit etwas verschlechtert. Die Wolken werden mehr. Eine Stunde liegt der Besuch der Hütte nun schon hinter uns und wir gehen immer noch bergauf. Hier und da kommt mal eine Stelle, wo man auch mit Schwindelproblemen, ohne Mühen weiter kommt. Keine Angst, für jene die dennoch etwas unsicher sind, ist ein Seil gespannt.

Nach einer Woche Weg durch Wald und Wiesen ist das hier genau der richtige Wochenabschluss. Fast den ganzen Tag laufen wir auf dem Grad entlang. Die Aussicht von hier oben ist bei gutem Wetter sicherlich grandios. Leider bleibt sie uns verwehrt, wir können keine 500 Meter weit sehen. Das Wetter hat sich verschlechtert, der Wind pfeift uns um die Ohren und wir müssen nach einer Woche Sonnenschein dann doch noch die Jacken heraus holen. Nun ja, man muss auch mal mit was zufrieden sein, schließlich haben wir ja 5 Tage bestes Bergsteigerwetter hinter uns.


Am späten Nachmittag ist in luftigen Höhen dann alles vorbei. Wieder in niedrigeren Lagen unterwegs, wird es wärmer und die Sonne kommt auch noch einmal heraus. Der Weg bis zu unserer Unterkunft scheint sich zum Abschluss schier endlos bergab hinzuziehen.

Mit wackeligen Knien ringen die Männer an der Spitze um den Etappensieg . Jeder möchte der Erste sein. Je oller desto toller ;-)


Glücklich und zufrieden ist dann jeder sein eigener Sieger. Geschafft, alle zusammen sitzen wir bei einem guten Stück Apfelstrudel auf der Terrasse und freuen uns über die gelungenen vergangenen Tag. Nachahmen wird wärmstens empfohlen!

Nach einem geselligen Abend mit köstlichem Essen und gutem Wein aus der Region, fällt jeder von uns glücklich und zufrieden in seine Federn. Na dann gute Nacht E5 Teil II

       
       
Rückfahrt nach Bozen - Besuch Archäologiemuseum (Ötzi)
So schnell geht's, unser letzter Tag hat das Licht der Welt erblickt. Noch einmal frühstücken wir alle zusammen. Wir blicken alle sieben zurück auf eine sonnige und wunderschöne Woche mit Hans Jörg. Das Wetter, welches das A und O einer solchen Tour ist, hat mitgespielt. Wir alle haben uns gut verstanden und jeder hat von seinem Leben Zuhause ein kleines Stückchen Preis gegeben. Wie schon anfangs erwähnt, solche Touren gemeinsam zu bestreiten und sich kennen zu lernen ist wirklich interessant.

Kurz nach dem Frühstück ist unser Bus für die Rückfahrt nach Bozen da. Wir laden unsere Rucksäcke in den Kofferraum und los geht's. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Ich hab auf der Rücksitzbank gut geschlafen und so komme ich frisch und munter wieder in Bozen an.

Wieder sind wir alle zu Fuß unterwegs, diesmal durch die Innenstadt von Bozen. Wir werden zum Abschluss noch unseren Bergsteigerkollegen Ötzi im Museum von Bozen besuchen. Der Besuch gehört auch zum Programm vom Oase Alpin E5 Teil II.

Das Museum ist überwältigend. Meinen Foto musste ich am Eingang abgeben. Im Innenbereich ist Fotografieren verboten. Einen Besuch kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Es ist schon ein ungeheuerer Aufwand der hier betrieben wird, um den Ötzi bei guter Laune zu halten. Mehr wird nicht verraten. Nach zwei Stunden Museum ist es dann aber auch gut. Länger kann man der Stimme im Hörer, die einen über alle Einzelheiten informiert, nicht folgen.

Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen guten Kaffee. Die Adressen werden ausgetauscht und letzte Infos weitergegeben. Tja, so ist das - ab hier geht nun jeder wieder seinen eigenen Weg. Super war´s, bis zum nächsten Mal!

Also dann, wir sehen uns in den Bergen wieder...

Bis dahin - Berg heil!
       
© Jörg Jahn • post@world-pictures.de