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Alpine Ausbildungswoche • Kaunertal 2005
 
18.00 Uhr, Gepatschhaus - Kaunertal. So steht es im Oase-Alpin Heft unter dem Punkt Anreise/Treffpunkt geschrieben. Na dann wollen wir mal pünktlich sein.

Es ist 10.45 Uhr, als ich die ersten Meter auf der A9 Richtung Süden hinter mich bringe. Mein erstes Etappenziel ist die Autobahnraststätte Nürnberg-Feucht. Hier wartet Susanne auf uns. Auch Sie möchte ihre Kenntnisse in Fels und Eis erweitern. Wer seine Touren bei der Oase-Alpin bucht, hat die Möglichkeit andere Teilnehmer wegen einer Fahrgemeinschaft zu kontaktieren. Kein schlechter Service, so kann man sich bei den momentanen Benzinpreisen einiges sparen.

Wie vereinbart, stehen wir um 12.00 Uhr auf der Raststätte. Auch Susanne ist schon da, nach einer kurzen Begrüßung fahren wir auf der A9 Richtung München weiter.

Die ersten Kilometer vergehen abgelenkt durch eine angeregte Unterhaltung wie im Flug. Man möchte sich ja kennenlernen. In München angekommen wissen wir nun alle, warum jeder den Ausbildungskurs machen möchte. Es dauert eine weitere knappe halbe Stunde, bis wir auf der A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen sind und die bayrische Landeshauptstadt hinter uns gelassen haben.

Von nun an geht alles ganz schnell, kaum aus München raus, schon sind wir in Garmisch. Von hier aus zur Grenze nach Österreich sind es nur ein paar Minuten. Ab hier ist Schluss mit 190 Km/h auf der Autobahn. Von nun an müssen wir bis ins Kaunertal auf der Landstraße fahren.

Unser nächstes Ziel ist die Überquerung des Fernpasses Richtung Imst. Ah ja, das Kaunertal ist bereits angeschrieben, was für eine Wohltat - nun kann der Ausdruck vom Routenplaner im Handschuhfach verschwinden.

Letztendlich kommen wir um 16.00 Uhr im lang ersehnten Kaunertal an. Was steht da mitten auf der Straße, ist das eine Mautstation? Ja, richtig geraten - und was will die von mir? Was, 19,- Euro für die Benutzung der Hochalpenstraße - das ist der Hammer... 19,- Euro um zum Gepatschhaus zu kommen - Wahnsinn... nur gut, dass wir eine Fahrgemeinschaft haben, geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber seien wir mal ehrlich, 19,- Euro ist schon ein wenig happig - oder?

Von nun an wird die Straße enger. Wir fahren Kehre um Kehre immer höher - jetzt kann es nicht mehr weit sein. Hmmm, Fehlanzeige - wo ist hier das Gepatschhaus? Es sollte doch so um 1900 Meter hoch liegen, schallt es im Auto. Ich denke schon, sagt Peter mein Begleiter. Aber wir sind doch bereits auf 2400 Meter, dass zumindest behauptet unser Höhenmesser. Na ja, fahren wir halt mal weiter.

Lange Rede kurzer Sinn. Um 16.45 Uhr stehen wir auf 2750 Meter Höhe, direkt an der Bergstation Weißseespitze und haben das Gepatschhaus voll verfehlt. Ich würde sagen, bei dem Thema Kartenlesen sollten wir alle drei in der kommenden Woche ganz genau aufpassen.

Also, auf geht's - wir fahren Kehre um Kehre wieder nach unten. Und man glaubt es kaum, um 17.30 Uhr haben wir es dann auch gefunden - unser Gepatschhaus. Hier also werden wir die kommende Woche verbringen. Na dann lassen wir uns mal überraschen was da kommt.

 
© Jörg Jahn • post@world-pictures.de